Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Optionen, die Honeywall zu
installieren. Fehler, Korrekturen, etc. können auf dem
Bugzilla Server gemeldet werden.
Letzte Änderung: 26.5.2005
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3. Installation
- Installationschritte
- Automatische Konfiguration (alternative Option)

3.1 Installationschritte
Die folgenden Schritte beschreiben, wie die Honeywall-Software auf der Festplatte
installiert wird. Beachten sie, das während der Installation alle Daten auf dem Lauf-
werk verloren gehen. Stellen sie also sicher, das keine wichtigen Daten mehr darauf
liegen oder fertigen sie vorher ein Backup an. Sie wurden gewarnt!
- Stellen sie sicher, dass ihr System den Mindestanforderungen aus
Kapitel 2 entspricht.
- Laden sie ich die aktuelle Version des Roo ISO-Images von der
CDROM Homepage oder einem
Mirror
in Ihrer Nähe herunter.
- Benutzen sie ihre bevorzugte Brennsoftware um aus dem
ISO-Image eine funktionierende CD zu erstellen. Wenn sie mit virtuellen
Maschinen wie VMware arbeiten können sie eventuell direkt von
dem ISO-Image booten. Mehr Informationen wie man eine
Honeywall in VMware startet und betreibt finden sich
hier.
- Stellen sie im BIOS ein, das ihr Computer von CD-ROM booten
kann und starten sie den PC danach neu. Er sollte jetzt von der
erstellten CD starten und der Installationsprozess sollte beginnen.
- Der Honeynet Projekt
Begrüßungsbildschirm
sollte erscheinen. An
dieser Stelle pausiert das Installationsprogramm für eine Minute um
ihnen die Möglichkeit zu geben, Eingaben zu machen. Wenn sie die
Enter-Taste drücken beginnt die Installation. Sind nach einer Minute
keine Eingaben erfolgt beginnt automatisch der Installationsprozeß.
Dieses Vorgehen erlaubt eine automatische und unbeaufsichtigte
Installation. Nachdem die Installation begonnen hat läuft sie
völlig automatisch
durch. Weitere Benutzereingriffe sind nicht notwendig.
- Wenn sie einen eigenen Rechner für die Installation genutzt haben
wird nach Abschluß der Installation die CD-ROM ausgeworfen und
der PC neu gestartet. Sollten sie die Software auf einer virtuellen
Maschine installiert haben, kann es notwendig sein die
Bootreihenfolge zu ändern um zu verhindern, das eine weitere Installation
gestartet wird. Für eine erneute Installation der Honeywall muß der
Master Boot Record überschrieben und das Laufwerk gelöscht und
neu angelegt werden. Bei Verwendung einer virtuellen Maschine
reicht es, die Kopie eines leeren virtuellen Laufwerks
wiederherzustellen. Im Menü "Systemadministration" gibt es einen Punkt, um ein
Laufwerk auf die Neuinstallation vorzubereiten.
- Nachdem das System neu gestartet ist, ist die Installation beendet.
Auf ihrer Festplatte befindet sich nun eine gehärtete
Minimalinstallation (138 RPMs) des Fedora Core 3 Betriebssystems mit zusätzli-
cher Unterstützung einer Honeywall. Sie sollten nun eine
Kommandozeile mit einem Aufforderung zum login sehen. Sie können sich
jetzt anmelden und den Standardkonfigurationsprozeß beginnen.
Details darüber finden sich im nächsten Kapitel.

3.2 Automatatische Konfiguration (alternative Option)
Die oben beschriebene Installationsart eignet sich am Besten für Einzelinstallationen
oder für Personen oder Organisationen, die erstmalig ein Testsystem installieren
möchten. Ist jedoch die Installation von verteilten Honeywalls geplant, so wird eine
Installationsmethode benötigt, die eine vollständige Konfiguration mit beinhaltet und
somit Eingriffe während der Installation und Konfiguration überflüssig macht. Im
Folgenden werden zwei Methoden beschrieben, die dieses leisten:
- Man kann während der Installation eine bereits vorhandene
Honeywall-Konfigurationsdatei einlesen. Dies geschieht am einfachsten,
indem man vor Schritt 4 eine Diskette in das Laufwerk einlegt. Auf
dieser Diskette muß sich die Datei honeywall.conf befinden. Diese
Datei enthält die Angaben, die das System braucht, um sich
anschließend selbst zu konfigurieren (detailliertere Informationen über
diese Datei folgen im nächsten Kapitel). Während der Installation
wird nach einer Diskette mit dieser Datei gesucht. Wird sie
gefunden, werden die darin enthaltenen Informationen ausgelesen um ei-
ne vollständig konfigurierte Honeywall zu erzeugen. Dieses
Vorgehen funktioniert nur während des ersten Starts. Danach wird ein
Marker gesetzt, der das Suchen nach Disketten während des Starts
unterbindet. Dies soll verhindern, dass ein Angreifer mit einer
eigenen Diskette das System neu startet und sich so Zugriff verschafft.
Außerdem wird durch dieses Vorgehen verhindert, dass
unabsichtlich alte oder falsche Konfigurationsdaten von einer im Laufwerk
vergessenen Diskette gelesen werden.
- Der zweite Weg um eine automatische Konfiguration schon
während der Installation zu erreichen besteht darin, die eigene, schon
vorkonfigurierte honeywall.conf Datei in ein angepasstes
ISO-Image aufzunehmen. Diese wird dann von der Installationsroutine
als Standardkonfiguration verwendet. Organisationen, die große
Anzahlen von Honeywalls aufsetzen wollen, könnten so global gültige
Angaben vorkonfigurieren (z.B. den zentralen Managementhost, den
SSH Serverport, ob root-Logins über SSH erlaubt sind oder nicht
etc.). Mehr über die Anpassung erfahren sie in Kapitel 7.

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